Ein Golf ist ein Golf, ist ein Golf, ist ein Golf. Daran haben unzählige Vielfahrer hierzulande sicher keinen Zweifel. Das Erfolgsmodell von Volkswagen (http://volkswagen.de) hat seinen Charakter in den vergangenen mehr als vier Jahrzehnten beibehalten – und damit auf diversen Dienstfahrten für ein vertrautes Terrain gesorgt.

Das Zeug zu einem angenehmen Arbeitsplatz hat auch für die inzwischen achte Generation. In der sind die Abmessungen zwar gleich geblieben. Doch so gut wie jedes Teil der Karosserie wurde neu geformt und diverse Innovationen haben Einzug gehalten.

Für unseren Ergonomie-Check waren wir mit dem den eTSI, ein 1,5-Liter-Mildhybrid mit 150 PS und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe unterwegs. Er kostet in der Style-Version 32.480 Euro. Serienmäßig enthalten sind im Einstiegspreis von 16.798 Euro für den 1,0 TSI mit 90 PS bereits der Spurhalteassistent und ein Umfeldbeobachtungssystem – inklusive City-Notbremsfunktion, Fußgänger- und Radfahrererkennung sowie neuer Ausweichunterstützung und neuem Abbiegeassistent.

Unser Fazit: Der Golf 8 ist wie alle Vorgänger des Millionensellers eine gute Wahl sowohl für den privaten als auch den dienstlichen Einsatz. Das Platzangebot ist über jede Kritik erhaben. Die eingesetzten Materialien sind hochwertiger als beim Vorgänger.

Besonders positiv fällt die Weiterentwicklung und damit Verbesserung des Fahrwerks auf. Mehr Komfort und auch ein Plus an Sportlichkeit sind zu verzeichnen. Der hier gefahrene Motor eTSI-Motor läuft ruhig, hat ausreichend Leistung und kann auch in Sachen Verbrauch überzeugen.

Bleibt die Frage, ob es tatsächlich notwendig ist, dass im Golf so viel Elektronik verbaut werden muss? Das Streben nach einem hohen Maß an Digitalisierung bedeutet nach wie vor viele Fehlerquellen. Zudem kommt die komplexe und oft schwer verständliche Bedienung längst nicht bei allen Kunden gut an. Weniger kann auch hier mehr sein.

Wie gehabt – das Platzangebot ist für ein Fahrzeug dieser Klasse sowohl vorn als auch hinten richtig gut. Die Fächer in den Türen sind großzügig bemessen. So kann auch für die lange Dienstfahrt eine große Flasche mit Wasser oder einem anderen Getränk problemlos und griffgünstig verstaut werden. Die eingesetzten Materialien wirken überwiegend wertig. Absolut zentral vor dem Fahrer liegt ein Multifunktionslenkrad. Auf dem sind die Bedientasten logisch und griffgünstig platziert. Das kommt jedem Vielfahrer zugute. Schließlich muss nicht nach Schaltern und Tasten am Instrumententräger gesucht oder gefühlt werden, was nur vom Verkehrsgeschehen ablenkt.

Der Sprung in die Moderne wird vor allem an der Gestaltung des Armaturenträgers deutlich. Die digitalen Instrumente sind auf einem 10,25 Zoll großen Display untergebracht. Übergangslos schließt sich rechts der Touchscreen (8,25 Zoll) für das serienmäßige Infotainmentsystem an. Ganz neu dabei der Einsatz so genannter Touchslider. Dabei werden beispielsweise Lautstärke oder auch Klimaautomatik (Serie) über das Wischen mit einem Finger in einer feinen Rinne geregelt. Diese Vertiefung unmittelbar vor dem Display ist leicht zu ertasten, lenkt bei der Bedienung kaum ab.

Links vom Lenkrad liegt ein gut erreichbares separates Bedienfeld für die Einstellung von Licht sowie Front- und Heckscheibenheizung. Die Mittelkonsole hat kleinere Fächer – unter anderem auch für den Fahrzeug-Schlüssel. Je nach Ausstattung kann das Smartphone induktiv geladen werden. Als Kabelanschlüsse stehen allerdings lediglich USB-c-Buchsen zur Verfügung.  Außer einer Vielzahl von Assistenzsystemen kann auf der Bestellliste auch ein so genanntes Windshield-Head-up-Display angekreuzt werden. Die Informationen werden direkt in die Windschutzscheibe projiziert und schweben virtuell vor dem Fahrer.

Die Luftausströmer im Instrumententräger lassen sich sehr fein verstellen, geben zudem eine haptische Rückmeldung. Das Kofferraumvolumen beträgt unverändert zum Golf 7 zwischen 380 und 1.237 Liter. Bei umgeklappten hinteren Lehnen ist der Ladeboden nicht komplett eben. Wer möchte, kann seinen Golf mit dem Smartphone öffnen und starten und über eine App einen digitalen Schlüssel an Dritte übergeben. Wichtige Aspekte sowohl für User Chooser als auch den Einsatz des Bestsellers in der Serviceflotte. Für Unternehmen wurde zudem der optionale Service „We Connect Fleet“ entwickelt – ein digitales Fuhrparkmanagement. Dieser Service bietet Funktionen wie ein digitales Fahrtenbuch, ein digitales Tankbuch, Fahreffizienz, GPS-Ortung und Routenverlauf, Verbrauchsanalyse und Wartungsmanagement.

Mit einer Länge von 4,28 Metern, einer Breite von 1,79 Metern und einer Höhe von 1,46 Metern hat der Golf 8 seine kompakten Maße behalten. Die Front mit den serienmäßigen LED-Scheinwerfern ist aber deutlich flacher als bislang. In der Seitenansicht fällt das nach hinten abfallende Dach (zwei Zentimeter tiefer als beim Golf 7) auf. Das Verhältnis von Dachbereich plus Verglasung zur Flanke unterhalb der Fensterlinie lässt den Golf aber gestreckter und damit dynamischer wirken. Die Arbeit im Windkanal hat sich gelohnt. Windgeräusche bleiben bis Tempo 160 so gut wie komplett außen vor, machen sich auch bei schnellerer Fahrt nur geringfügig bemerkbar.

Der 1,5-Liter e-TSI mit 150 PS läuft nicht nur seidenweich, sondern trägt mit einem hohen Grad der Rekuperation dazu bei, dass der Verbrauch reduziert wird und die Bremsen weniger beansprucht werden. Der Motor ist mit einem 48-Volt-System plus Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) gekoppelt.  Das 48V-System – bestehend aus einem 48V-Riemen-Startergenerator und einer 48V-Lithium-Ionen-Batterie – kommt zusätzlich zum 12V-System im Auto zum Einsatz. Sobald der Fuß vom Gaspedal geht, verzögert der Wagen aufgrund der Energierückgewinnung wie von Geisterhand. Mit der in dem Lithium-Ionen-Akku gespeicherten Energie wird das 12V-Bordnetz versorgt und der Riemen-Startergenerator angetrieben. Der übernimmt die Rolle der Lichtmaschine und des Anlassers; gleichzeitig fungiert er aber als kleiner, leichter Elektromotor, der beim Anfahren verzögerungsfrei das Antriebsdrehmoment erhöht. Das macht sich beim richtig flotten Antritt bemerkbar. Das 48V-System macht es zudem möglich, mit komplett abgeschaltetem Verbrennungsmotor zu segeln und dadurch nochmals Kraftstoff zu sparen. VW gibt den Normverbrauch mit 4,7 Litern an. Wir sind auf 5,9 Liter gekommen.

Für den Golf 8 wurde ein komplett neues Fahrwerk entwickelt. Der Wagen folgt jetzt noch präziser der Lenkanweisungen und bleibt exakter in der vorgegebenen Spur als der Vorgänger. Das trägt bei flotten Kurvenfahrten zur Sicherheit bei. Die komfortable Auslegung von Federung und Dämpfung sorgt für souveräne Fahrt auf der langen Strecke und auch dann, wenn es über ramponierte Fahrbahnabschnitte geht. Da störende Vibrationen ebenfalls ausgemerzt werden konnten, verläuft die Fahrt entspannt.

Der Golf 8 ist wie alle Vorgänger des Millionensellers eine gute Wahl sowohl für den privaten als auch den dienstlichen Einsatz. Das Platzangebot ist über jede Kritik erhaben. Die eingesetzten Materialien sind hochwertiger als beim Vorgänger.

Besonders positiv fällt die Weiterentwicklung und damit Verbesserung des Fahrwerks auf. Mehr Komfort und auch ein Plus an Sportlichkeit sind zu verzeichnen. Der hier gefahrene Motor eTSI-Motor läuft ruhig, hat ausreichend Leistung und kann auch in Sachen Verbrauch überzeugen.

Bleibt die Frage, ob es tatsächlich notwendig ist, dass im Golf so viel Elektronik verbaut werden muss? Das Streben nach einem hohen Maß an Digitalisierung bedeutet nach wie vor viele Fehlerquellen. Zudem kommt die komplexe und oft schwer verständliche Bedienung längst nicht bei allen Kunden gut an. Weniger kann auch hier mehr sein.